Gesellschaftlicher Zusammenhalt

Nicht erst die Corona-Pandemie hat gezeigt: Die gesellschaftliche Polarisierung nimmt zu, die Toleranz schwindet. Das Wir-Gefühl steckt in einer Krise, der soziale Zusammenhalt und die gesellschaftliche Solidarität werden in Zeiten der Corona-Pandemie zunehmend auf die Probe gestellt – sowohl im Umgang zwischen gesellschaftlichen Gruppen als auch im Hinblick auf das politische System. Wie die aktuellen Entwicklungen insgesamt zeigen, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt keine Selbstverständlichkeit mehr. Es ist daher von großer Relevanz, die Begegnung mit anderen Menschen und Meinungen zu lernen sowie soziale Begegnungsräume und eine Gesellschaft zu fördern, in der jeder Mensch gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben kann.

Was verstehen wir unter Sozialem Zusammenhalt?

Sozialer Zusammenhalt ist ein normativer Begriff, der nicht leicht zu fassen ist. Vielfältige Definitionen betonen die unterschiedlichen Blickwinkel des Themas. Im Rahmen einer Ökosystemanalyse haben wir gesellschaftliche Akteur*innen in der Vierländerregion zu ihrem Verständnis des Begriffs befragt: So ist der soziale Zusammenhalt aus Sicht der Befragten vor allem mit dem Gefühl verbunden, Teil der Gesellschaft zu sein.

Es steht für Gemeinschaften und eine Kultur des Miteinanders, in der auf Augenhöhe für das Wohlergehen der Mitglieder*innen eingetreten, Verantwortung und Fürsorge füreinander übernommen und gegenseitige Unterstützung geboten wird. Mit dem Gemeinschaftsverständnis verbunden ist auch die Entwicklung gemeinsamer Ziele und partizipativer Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen.

Auch steht gesellschaftlicher Zusammenhalt für die gleichberechtigte und ganzheitliche politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe und Inklusion und der Begegnung durch Vielfalt, in der alle Menschen willkommen sind, sich beteiligen und partizipieren. Mit diesem Wunschbild geht zudem die Assoziation politisch stabiler, demokratischer Systeme sowie sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit einher, in der Ressourcen und Infrastruktur bereitgestellt werden.

Mehr zu den Ergebnissen der Ökosystemanalyse finden Sie hier.

Im Rahmen des Programms Gesellschaftlicher Zusammenhalt sollen durch Wissenschaftsverbund Projekte gefördert und begleitet werden, die sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung des sozialen Zusammenhalts in der Vierländerregion durch die Entwicklung neuer Ansätze, durch den Transfer und Innovationen aus der Forschung in die Praxis, durch innovative Lehrformate sowie durch den Dialog und die Kooperation mit der Gesellschaft einsetzen.

Herausforderungen

Dabei orientiert sich das Programm vor allem an den in der Ökosystemanalyse identifizierten Herausforderungen: "Vernetzung über Grenzen hinweg", "Dialog auf Augenhöhe", "Richtig Streiten (lernen)", "Den Jungen eine Stimme geben", "Die Rolle der Räume" und "Strukturen statt Projekte"

Dialog- und Streit(-kultur) für den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Demokratische Gesellschaften basieren auf dem Austausch widerstreitender Meinungen und gegensätzlicher Interessen – und der Suche nach Kompromissen. All dies bedarf nicht zuletzt einen offenen und konstruktiven Dialog, sondern auch den offenen Umgang mit Konflikten.

Die Jugend als Treiber des gesellschaftlichen Zusammenhalts? Oder als Getriebene?

Die Lebensweisen der heute bestimmenden Generationen beeinflussen die Lebensbedingungen der Generation von morgen. Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist daher sowohl eine Frage der Responsivität der gesellschaftlichen Subsysteme bezüglich der Anliegen der nächsten Generation als auch eine Frage des Dialogs zwischen den Generationen. Gerade von letzterem profitieren viele geglückte Projekte.

Professionalisierung der Arbeit am gesellschaftlichen Zusammenhalt

Wie gelingt es, eine soziale Initiative effektiv und dauerhaft zu etablieren? Wie werden aus Pionierunternehmungen etablierte Player? All dies steht quer zu der üblichen Projektlogik. Es geht also um Chancen, um die Herausbildung dauerhafter Strukturen wahrscheinlicher machen.

Soziale Räume als Orte des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Orte der Begegnung – ob physisch oder virtuell – haben in der Gestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts eine grosse Bedeutung. Sie steigern über die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Milieus und Herkunft die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt, fördern Teilhabe und bieten Plattformen, die Menschen zusammenbringen. Es sind Orte, in denen Identitäten entwickelt und Fähigkeiten vermittelt werden.

Ausgangspunkt der Ausgestaltung und Arbeit im Programm Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist eine Ökosystemanalyse, die wir im Sommer 2022 unter Einbindung externer Unterstützung durchgeführt haben. Ziel dieser war es, besser verstehen, was die Region im Zusammenhang mit dem gesellschaftlichen Zusammenhalt bewegt und wo die Hebelwirkungen für unsere Ansätze der kollaborativen Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis liegen.

Isabel Oostvogel
Ansprechpartnerin zum Programm

Mission

Im Programm Sozialer Zusammenhalt engagieren wir uns für ...

Wir setzen uns deshalb die folgenden Ziele:

Ziel1:Streiktulturbeleben
Die Wirtschaft sdfsd sich bemühen mehr für uns alle zu tun
Menschen wollen in der Region Veränderung sehen
Streitkultur in der Region stärken
Menschen
Stadt
Region

Ausschreibungen zum Programm

Aktuell sind die folgenden Ausschreibungen offen.

Projekte zum Programm

Finden Sie hier unsere Projekte, die wir in diesem Programm unterstützen bzw. unterstützt haben.

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