
Das Forschungstransfer-Projekt der Fachhochschule Vorarlberg gemeinsam mit der Ostschweizer Fachhochschule OST fokussiert sich auf Haltungen und Werte als Voraussetzungen für erfolgreiche Partizipationsprozesse. Im Zuge dessen werden die Auswirkungen und Rückwirkungen auf das subjektive Erleben der Beteiligten einerseits und die Haltung gegenüber zukünftigen Partizipationsbereitschaften andererseits analysiert.
Zunächst sollen erfolgreich abgeschlossene oder verstetigte, gemeindenahe Partizipationsprojekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz identifiziert werden, um daraufhin die beiden Schwerpunktthemen – Haltung und Werte sowie subjektives Erleben und Erfahrungen Beteiliger – mit Vertreter*innen beteiligter Gemeinden sowie den Projektteams zu erarbeiten. Dabei ist auch der grenzüberschreitende Vergleich interessant, da die politischen Sozialisationen, wie sich in vergangenen Projekten zeigte, durchaus Auswirkungen auf die genannten Haltungen und Werte haben und damit die Partizipationsprojekte selbst maßgeblich mitprägen.
In einer zweiten Phase werden die erarbeiteten Erkenntnisse bei einem Transferworkshop mit neu startenden oder seit Kurzem laufenden Projekten transferiert und freie Settings zur Vernetzung mit etablierten Expertiseträger*innen geschaffen. Diese Formate orientieren sich am Bedarf der neuen Projektteams.
Abschließend sollen die Erkenntnisse und Ergebnisse in die breitere Öffentlichkeit getragen werden, u.a. auf der «Langen Nacht der Partizipation» in Vorarlberg.
Zur Website des Projekts gelangen Sie hier.
Ergebnisse
Das Projekt untersuchte, wie Menschen Beteiligungsprojekte subjektiv erleben – von den Erwartungen vor der Teilnahme über prägende Erfahrungen im Prozess bis hin zu langfristigen Wirkungen auf Individuum und Gesellschaft. Auf Grundlage qualitativer Interviews und Fokusgruppen mit Teilnehmenden, Initiator*innen und Moderator*innen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz wurde ein praxisnahes Modell entwickelt, das sichtbar macht, welche Motivationen, Rahmenbedingungen und Erfahrungen gelingende Partizipation fördern – und wie Wertschätzung, Selbstwirksamkeit, Gemeinschaft und Lernprozesse nachhaltig zur Stärkung demokratischer Kompetenzen und des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Die Projektergebnisse wurden in einer anschaulichen Broschüre mit Reflexionsimpulsen und konkreten Handlungsempfehlungen für Projektverantwortliche aufbereitet und leisten einen Beitrag zur qualitätsvollen Gestaltung zukünftiger Beteiligungsprozesse im Bodenseeraum.
Hier geht's zur Broschüre des Projekts.
Ansprechperson
Fabian Rebitzer (Fachhochschule Vorarlberg)