
Unser Projekt adressiert die sprachlichen, kulturellen, ökonomischen und digitalen Barrieren von Zugewanderten sowie die Herausforderungen von Schulen, Hochschulen und Gemeinden (Heterogenität, Fachkräftemangel, Transformationsdruck). Es fördert Transformationskompetenzen wie das Verständnis komplexer Zusammenhänge, kollaboratives Handeln und die Gestaltung von Veränderungsprozessen (u. a. AI Literacy).
Es zielt darauf ab, AI Literacy als Schlüsselkompetenz in der Vierländerregion Bodensee zu verankern und den Digital Divide zu überwinden, indem wir Mehrsprachigen Zugang zu digitalen Technologien und Bildungsangeboten ermöglichen. Dadurch fördern wir digitale Teilhabe, Chancengerechtigkeit und eine inklusive, diversitätssensible Gestaltung des digitalen Wandels – sowohl in der Hochschullehre als auch in regionalen Bildungsnetzwerken.
Der praktische Ansatz umfasst die Entwicklung, Erprobung und Reflexion von KI-gestützten Lernsettings durch Studierende, die dabei Transformationskompetenzen (Veränderung, Co-Creation, Kommunikation, Innovation, Urteilsfähigkeit) erwerben. Diese Lernsettings verbinden KI-Nutzung, Sprachförderung, Diversität und digitale Teilhabe.
Das Projekt strebt an, Bildungsungleichheiten, Sprachbarrieren und digital divide abzubauen, AI Literacy bei vulnerablen Gruppen (zugewanderte Kinder, Jugendliche, Familien) zu stärken und diversitätssensible Professionalisierung bei Studierenden zu fördern. Gleichzeitig sollen diversitäts- und differenzsensible Kompetenzen als Querschnittskriterium in Hochschulstrukturen verankert werden – durch partizipative, interdisziplinäre Lernsettings, die Chancengerechtigkeit, Teilhabe und kritische Reflexion von KI-Risiken (z. B. Bias, Diskriminierung) verbinden.
Folgende Veränderungen bei den Zielgruppen und beteiligten Institutionen streben wir an:
• Studierende planen, dokumentieren und passen KI-Lernformate an, arbeiten kollaborativ mit Praxispartner*innen und reflektieren ethische sowie gesellschaftliche Implikationen.
• Kinder und Jugendliche lernen, KI kritisch zu hinterfragen und ihre Perspektiven einzubringen.
• Erwachsene erkennen KI als Chance, integrieren Tools reflektiert in ihren Alltag und diskutieren deren Nutzung in Familien.
• Praxispartner*innen erlangen KI-Kompetenz, kritische Reflexion und Teilhabechancen durch niederschwellige, mehrsprachige Angebote.
• AI Literacy und Diversity verankern sich curricular in Lehr- und Forschungsstrukturen.
Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Vierländerregion ermöglicht es, institutionelle Erfahrungen zu bündeln und gemeinsam migrationssensible, KI-gestützte Bildungsmodelle zu entwickeln. Allein nicht erreichbar wäre:
• Die Verknüpfung von Theorie (z. B. KI-Kompetenzrahmen) und Praxis (z. B. lokale Bedarfe, Zugänge zu Zielgruppen).
• Die nachhaltige Verankerung von AI Literacy in Lehrplänen, Community of Practice und regionalen Bildungsnetzwerken.
• Die ganzheitliche Berücksichtigung von Sprache, Migration, Geschlecht und sozialer Ungleichheit in Lernmaterialien und -formaten.