
Familien stehen zunehmend vor der Herausforderung, die Mediennutzung bei Kleinkindern bewusst und entwicklungsadäquat zu gestalten, da ein unreflektierter Einsatz digitaler Medien Risiken für deren Entwicklung mit sich bringt. Hierfür bedarf es einer niederschwelligen Stärkung der elterlichen Fachkompetenz, die ihnen ermöglicht, ihren digitalen Familienalltag selbstbewusst und reflektiert zu gestalten.
Das Lehrprojekt adressiert diese Herausforderung, indem es ein partizipatives und niederschwelliges Lehrformat für Eltern von Kleinkindern sowie für Fachpersonen der Familienarbeit (z. B. Sozialarbeiter*innen, Pädagog*innen, Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich) entwickelt. Über einen Peer-to-Peer-Ansatz sowie einen professionalisierten Zugang durch die Einbindung regionaler Praxispartner*innen werden sowohl Eltern als auch Fachpersonen dazu befähigt, Wissen und Kompetenzen als Multiplikator*innen an Eltern weiterzugeben.
Das Lehrprojekt zielt auf Elternbildung unter Berücksichtigung von Peer-to-Peer-Formaten ab und kombiniert niederschwellige Zugänge mit einem systematisch angelegten Multiplikationsansatz. Im Zentrum steht zum einen die Qualifizierung von Eltern zu Moderator*innen, die befähigt werden, Wissen und alltagstaugliche Strategien einer entwicklungsadäquaten, frühkindlichen Mediennutzung an andere Eltern weiterzugeben. Fachpersonen werden als Multiplikator*innen geschult und zusätzlich im Sinne eines Train-the-Trainer-Ansatzes dazu befähigt, zukünftige Eltern-Moderator*innen professionell anzuleiten und zu begleiten.
Durch die Evaluation wird geprüft, wie das Format die Transformationskompetenzen der Zielgruppen fördert, und sie befähigt, eine entwicklungsgerechte Mediennutzung im Familienalltag reflektiert und nachhaltig umzusetzen.
Das Projektteam aus Forschung und Lehre der Fachhochschule Vorarlberg (FHV) und der Pädagogischen Hochschule (PHSG) bringt unterschiedliche Perspektiven in die gemeinsame Entwicklung des Lehrformats ein. Vertreten sind die Disziplinen Pädagogik, Elternbildung, Medienbildung sowie Gesundheitswissenschaften, Gesundheitsförderung und Prävention sowie Familienarbeit. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, Fachkompetenzen niederschwellig an Eltern weiterzuvermitteln und die Hürde von Wissenschaft und Gesellschaft zu minimieren. Dadurch wird eine fachlich solide, praxisnahe und wissenschaftlich abgesicherte Projektumsetzung ermöglicht.
• Amt für Soziales des Kanton St. Gallen – Abteilung Familie und Sozialhilfe
• Katholisches Bildungswerk Vorarlberg – Elternbildung
• Mütter- und Väterberatung Ost, St. Gallen